Die Arbeiter*innen müssen darauf vertrauen können, dass sie für die geleistete Arbeit bezahlt werden. Arbeiter*innen sind manchmal dem Risiko ausgesetzt, dass ein Kunde nicht für die abgeschlossene Arbeit bezahlt. Um diesen Punkt zu erhalten, müssen Plattformunternehmen garantieren, dass dies nicht möglich ist. Wenn ein Kunde der Meinung ist, dass die Arbeit nicht zufriedenstellend abgeschlossen ist, muss es ein klares und angemessenes Verfahren für Ablehnungsentscheidungen geben. Darüber hinaus sind Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit der Vergütung entscheidend für den Nachweis einer fairen Bezahlung.
Die Plattform muss alle nachstehenden Voraussetzungen erfüllen:
Die Vergütung muss dem gesetzlichen Mindestlohn an dem Ort entsprechen, an dem die Arbeiter*innen tätig sind, unabhängig davon, ob die Arbeiter*innen einen Stundenlohn erhalten oder nach geleisteter Arbeitsmenge (Akkord) bezahlt werden.
Je nach Vergütungsmodell muss die Plattform entweder 1) oder 2) erfüllen:
Zu den Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Arbeiter*innen zählen unter anderem der Kontakt mit psychologisch schädlichem Material sowie Verletzungen des Datenschutzes und der Datensicherheit. Um diesen Punkt zu erhalten, muss die Plattform Richtlinien und Verfahren nachweisen, mit denen die Risiken für die Arbeiter*innen minimiert werden.
Arbeiter*innen verbringen oft einen erheblichen Teil ihres Arbeitstages mit der Bewerbung um Aufträge, insbesondere wenn sie mit vielen anderen Arbeiter*innen konkurrieren. Dazu gehört unter anderem das Versenden von Bewerbungsunterlagen an potenzielle Kund*innen oder die Entwicklung von Pitches. Dabei handelt es sich um Arbeitszeit, jedoch werden die Arbeiter*innen für diese Zeit nicht bezahlt. Um diese unbezahlte Arbeitszeit zu reduzieren, sollten Plattformen sicherstellen, dass den Arbeiter*innen auf der Plattform Aufträge zur Verfügung stehen und es nicht zu einem Überangebot an Arbeitskräften kommt, das dazu führt, dass mehrere Arbeiter*innen um denselben Job konkurrieren.
Die Plattform muss BEIDE nachstehenden Bedingungen erfüllen:
Die Bedingungen für die Arbeit auf der Plattform sind nicht immer klar und den Arbeiter*innen zugänglich. Um diesen Punkt zu erhalten, muss die Plattform nachweisen, dass die Arbeiter*innen in der Lage sind, die Bedingungen für ihre Arbeit zu verstehen, ihnen zuzustimmen und auf sie zuzugreifen, und dass sie Rechtsmittel einlegen können, sollte die Plattform gegen diese Bedingungen verstoßen.
Plattformen vermitteln Kontakte und Transaktionen zwischen Arbeiter*innen und Kund*innen. Daher haben sie eine Verantwortung, die Beziehung zwischen Arbeiter*innen und Kund*innen zu beaufsichtigen und die Interessen der Arbeiter*innen zu schützen. Dazu gehört auch die Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass direkte Verträge zwischen Kund*innen und Arbeiter*innen die Arbeiter*innen nicht unangemessen benachteiligen oder ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verringern. Darüber hinaus sollten die Verträge bei selbständigen Arbeiter*innen die freie Wahl der Arbeitszeiten und der Aufträge, die sie auf der Plattform annehmen oder ablehnen, ermöglichen.
Befinden sich die Arbeiter*innen in einem normalen Arbeitsverhältnis, gelten folgende Punkte:
Plattform-Arbeiter*innen können die Erfahrung machen, dass ihr Profil deaktiviert wird. Dadurch wird ihnen der Zugang zur Plattform verwehrt, manchmal ohne faires Verfahren, und sie verlieren ihr Einkommen. Auch anderen Sanktionen oder disziplinarischen Entscheidungen können sie ausgesetzt sein, ohne die Möglichkeit zu haben, die Plattform zu kontaktieren, um die Entscheidungen anzufechten oder Widersprich einzulegen, wenn sie sie für ungerechtfertigt halten. Um diesen Punkt zu erhalten, müssen die Plattformen nachweisen, dass die Arbeiter*innen die Möglichkeit haben, gegen disziplinarische Maßnahmen wirksam vorzugehen.
Die meisten Plattformen diskriminieren nicht aktiv bestimmte Gruppen von Arbeiter*innen. Sie können jedoch durch ihr Design und ihr Management bestehende Ungleichheiten unbeabsichtigt verschärfen. Um diesen Punkt zu erhalten, müssen Plattformen nachweisen, dass sie über Richtlinien verfügen, die das Risiko der Diskriminierung von Arbeiter*innen durch Nutzer*innen der Plattform minimieren, und dass Arbeiter*innen garantiert wird, dass sie nicht durch Managementprozesse benachteiligt werden.
Die Plattform muss alle nachstehenden Anforderungen erfüllen:
Um das Recht der Arbeiter*innen auf eine faire Vertretung zu gewährleisten, müssen die Plattformen sicherstellen, dass die Arbeiter*innen Informationen über ihre Möglichkeiten der Vertretung in einem Streitfall erhalten und dass sie Zugang zu einem unabhängigen Rechtsbeistand haben. Die Plattformen müssen außerdem das Recht der Arbeiter*innen auf Vereinigungsfreiheit gewährleisten, wie es in der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist.
Die Möglichkeit für Arbeiter*innen, sich zu organisieren und kollektiv ihre Interessen zu vertreten, ist eine wichtige Voraussetzung für faire Arbeitsbedingungen. Arbeiter*innen müssen in der Lage sein, ihre Forderungen durch ein Vertretungsorgan durchzusetzen, das unabhängig vom Einfluss der Plattformführung ist. Wo eine solche Vertretung nicht existiert, obliegt es den Plattformen, dafür zu sorgen, dass Arbeiter*innen ihrer kollektiven Anliegen vorbringen können, indem sie die Gründung einer Interessensvertretung unterstützen.
Die Plattform muss entweder 1), 2), oder 3) erfüllen:
Diese Berechnung muss für alle Aufgabentypen wiederholt werden. Um diesen Punkt zu erhalten, müssen Plattformen, die nach einem Akkordmodell arbeiten, nachweisen, dass mindestens 85 % der Arbeiter*innen auf ihrer Plattform in jeder Aufgabenart mehr als F pro Stunde verdienen.
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